Am 15. und 16. Juni fand in Göteburg (Schweden) der EU Gipfel statt. Zu diesem war europaweit mobilisiert worden. Viele Autonome aus den umliegenden Ländern machten sich auf den Weg, um festzustellen, dass das vermeintlich liberale Schweden eine brutale und durchgeknallte Polizei hat. Drei Demonstranten wurden angeschossen, meistens von hinten. Viele wurden verhaftet und saßen teils lange Haftstrafen ab.
Das bei einer Demonstration von der Polizei mit scharfer Munition gezielt geschossen wird, war für alle eine neue Erfahrung. Gleichzeitig wurde damit auch das Tabu gebrochen, daß die Polizei in Europa nicht so offensichtlich DemonstrantInnen tötet wie auf anderen Kontinenten. Berlusconi verstand die Schüsse von Göteborg als Freibrief für einen polizeilichen Amoklauf in Genua.

Die Auseinandersetzungen in Göteborg mit Schußwaffengebrauch: