Kritik am Gebrauch des Wortes „Rache“

Die Verwendung des Wortes „Rache“ in der Mobilisierung zum 10. Jahrestag von Genua trifft nicht nur auf Zustimmung. Eine Kritik wollen wir hier veröffentlichen.
Von der Seite http://yaab.noblogs.org/post/2011/07/16/rache-fur-carlo-giuliani/ :

„Rache für Carlo Giuliani?
Am 16. Juli 2001 starb Carlo Guiliani durch die Schüße eines Polizisten. Zehn Jahre ist es her, doch Carlo wurde nicht vergessen.
Zahlreiche dezentrale Aktion und eine offen geplante, aber unangemeldete Demonstration am Lausitzer Platz in Berlin, sollen sein Andenken hochhalten.

Und immer wieder bei der Mobilisierung für diese Aktion tauchen drei Wörter auf: Rache für Carlo!

Rache? Ist Rache wirklich eine politische Kraft, die wir nutzen und auf unsere Fahnen schreiben wollen? (mehr…)

Last Infos

Auf linksunten.indymedia.org gefunden:

Kurz vor der Demonstration am 16. Juli in Berlin-Kreuzberg wollen wir euch den letzten Stand mitteilen.
Wir treffen uns um 22:00 pünktlich auf dem Lausitzer Platz, zwischen Kirche und Skalitzer Straße.
Dann geht es ohne Lautsprecherwagen aber trotzdem laut Richtung Carlo Giuliani Park.

Für den Fall, dass die Polizei den Lausitzer Platz abriegelt um ein Sammeln zu verhindern:
++ Plan B wird bekannt gegeben.
++ grössere Bezugsgruppen können sich zu eigenen Spontis formieren.

Für den Fall, dass ein Sammeln möglich ist, die Polizei aber danach den Start der Demo verhindern will:
++ es wird versucht die Demo durchzudrücken. Wenn das scheitert und die Polizei versucht die Menge zu zerstreuen:
++ Plan B wird bekannt gegeben.
++ grössere Bezugsgruppen können sich zu eigenen Spontis formieren.

Für den Fall, dass die Polizei die Demo einkesselt oder überfällt und Plan B scheitert:
++ das Konzept der dezentralen Aktionen kommt zur Anwendung: Siehe

Der Zuspruch, auf den Leute beim Plakatieren in den letzten Tagen trafen, ist groß. Es soll keine Antigentrifizierungsdemo werden, die einen Kiez zerschlägt. Laut TAZ werde die Polizei „mit angemessenem Aufwand alle erforderlichen Maßnahmen treffen“.Dass die Demonstration nicht bei der Versammlungsbehörde angemeldet wurde, lasse aber vermuten, dass Straftaten geplant sein könnten. Eine Verfassungsschutzsprecherin nannte das Vorgehen einen „bewussten Versuch, die Sicherheitsbehörden vorzuführen“.
Wenn die Polizei auf unsere Demonstration mit einer militärischen Logik reagiert und damit die touristische Sonderzone, die an einem Samstagabend in Kreuzberg 36 besteht, beeinträchtigt, ist das ihre Sache.
Wir wollen uns nicht ohne Widerstand von der Strasse knüppeln lassen!

Auf dem Blog http://rachefuercarlo.blogsport.de/ ist ein Infotelefon (0151 575 41 327) eingetragen. Hier könnt ihr fragen wie die Lage ist und was die Demo macht.
Es wird Fotografen geben, die kenntlich gemacht sind und verantwortungsvoll das Geschehen dokumentieren.
Alle anderen bitten wir: Lasst das Filmen von DemonstrantInnen sein!
Wer trotzdem etwas anderes als Polizeimaßnahmen filmt wird sehr eindringlich angesprochen!
Keine Fahrräder auf der Demo!

Der Bruch mit der Autorität

Folgender Text wurde uns empfohlen:

- und seine tödlichen Folgen

Am 20. Juli 2001 wurde unser Gefährte und Komplize Carlo Giuliani in Genua/Italien während eines Angriffes auf ein Auto der Carabinieri (italienische, paramilitärische Polizei) von einem der uniformierten Insassen erschossen. Carlo war an diesem Tag einer von Hunderttausenden, die die gegenwärtige Organisierung der Gesellschaft in Frage stellten und sich den Beziehungen von Macht, Ausbeutung und Entfremdung widersetzten.
Vielen sind diese Tage in Genua besonders dadurch im Gedächtnis geblieben, da die repressiven Einheiten, legitimiert durch Regierung und Presse, unzählige Menschen niederknüppelten und erniedrigten, wobei der Mord an Carlo, das Massaker in der Diaz-Schule und die anschließende Folter in der Bolzaneto-Kaserne die traurigen Höhepunkte dessen bildeten. Wir werden die blutigen Bilder dieser Tagen nie vergessen, und für die folgenden Jahren nährten diese Erinnerungen unseren Hass auf jegliche Form der Autorität.
(mehr…)

Dezentrale Aktionen oder Demo

Auf linksunten.indymedia.org gefunden:

Mit Interesse haben wir die Mobilisierung zu einer nicht angemeldeten Demonstration in Berlin am 16.Juli verfolgt. Wie sich die Polizei verhalten wird ist nicht absehbar. Hiermit wollen wir eine Option in die Debatte werfen, die von den (Nicht)Organisator_innen bislang nicht vorgestellt wurde.

So wie wir es verstanden haben, soll die Demonstration einen Bezug zum Kiez in Kreuzberg haben, mithin also keinen Krawall gegen die dortige Nachbarschaft führen. Damit würde sich normalerweise eine andere Gefährdungsanalyse (aus Sicht der Polizei) ergeben als beispielsweise eine Demonstration durch die City. Das die Polizei durchaus Kosten und Nutzen abwägt, hat sich am 1.Mai gezeigt, als sie eine Sponti in Kreuzberg laufen ließ um keine Randale zu provozieren.
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Mobi in anderen Städten

Auch in Hamburg:

Hamburg

und Düsseldorf wird an die Ermordung von Carlo Giuliani erinnert:

Ddorf1

Ddorf2

Diskussionsbeitrag #1

Folgender Beitrag wurde uns zugeschickt:

„Am Rande einiger Textbeiträge zur Demonstration kam es zu öffentlich geführter Kritik an den Organisator_innen.Trotz einiger Imageprobleme des DIY-Labels (Do it yourself) sind dessen Grundsätze wichtig für eine libertäre Bewegung. Deshalb ist der Begriff Organisator_innen bei dieser Demo entweder unangebracht oder sollte auf alle angewendet werden, die sich in irgendeiner Weise an dieser Beteiligen. Als Bezugsgruppe, die sich mit dem Demonstrationskonzept identifiziert, wollen wir einige Kritikpunkte aufgreifen.
Es wurde uns vorgeworfen, dass wir die Verantwortung für die Teilnehmer_innen tragen würden und im Falle einer Eskalation durch die Polizei ebenso dafür. Dem wollen wir entschieden entgegenhalten: es ist für uns keine Selbstverständlichkeit und wir finden, so sollte es sein dass eine Demonstration angemeldet und damit für einen möglichst friedlichen Verlauf gesorgt wird. Bei manchen Themen mag es Sinn machen, die Staatsmacht zu besänftigen, um gewisse Ziele besser verfolgen zu können. (mehr…)

Carlo-Gedenk-Graffitis

Auf linksunten.indymedia.org gefunden:

Eine Bilderserie über die Mobilisierung zur Gedenkdemo für Carlo Giuliani in Berlin.

Auf dem Fusion-Festival in Mecklenburg-Vorpommern gab es zahlreiche Hinweise auf die Gedenkdemonstration für den getöteten Gipfelstürmer. In Berlin soll nach Angaben eines Blogs und verschiedener anderer Quellen ohne polizeiliche Anmeldung den Ereignissen von 2001 in Genua gedacht werden. Neben einigen deutschen Städten wird auch Genua dieses Jahr Ort der Erinnerung sein.

Mobi auf der Fusion

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Zweites Mobivideo

Ein etwas kürzeres Video fasst die einprägsamsten Situationen in Genua zusammen:

Mobi auf der Fusion

Folgende Bilder wurden uns von der Fusion zugeschickt:

Mobi auf der Fusion

Mobi auf der Fusion

Mobi auf der Fusion

Mobivideo zur Carlo Gedenkdemo

Das folgende Video dokumentiert die Situation rund um den Platz, an dem Carlo ermordet wurde:

Wir vergessen nie…