Archiv für Juli 2011

Video/Funk

Folgende Links wurden uns zugeschickt:

Video von der Carlo Gedenk Demo mit Bullenfunk hinterlegt:

Video Download: http://www.megaupload.com/?d=AGHE8V91

Funk als Audiodatei (Gesamte Mittschnitt des Abend) Länge: 2:47 Std.: http://uploaded.to/file/7xc3jx4v

Update:

Video wurde auch hier gehostet: http://www.megavideo.com/?d=AGHE8V91

Text aus Kreuzberg

Folgendes Plakat haben wir an Häuserwänden in Kreuzberg gesichtet:

plakatin36

Plakate in Rom

Diese Plakate sind in Rom aufgetaucht:

plakatrom1

plakatrom2

[FFM] Soli-Aktion für Carlo Giuliani

In der Nacht von Donnerstag, den 21.07.2011 auf Freitag, den 22.07.2011 haben wir die Scheiben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bornheim eingeworfen. Anlass für diese Aktion war der zehnte Todestag von Carlo Giuliani, der beim G8-Gipfel in Genua von einem Bullen erschossen wurde. Der Polizist wurde von einem italienischen Gericht, wegen angeblicher Notwehr unbestraft, freigesprochen.
Unsere Aktion richtet sich gegen die repressive Staatsmacht, die Menschenleben in Kauf nimmt.

Die Ermordung von Carlo ist kein Einzelfall!
Die Morde seitens der Polizei ziehen sich hin von Toten auf Demonstrationen wie z.B. Conny, bis hin zu der vor kurzem ermordeten Christi Schwundeck im Arbeitsamt in Frankfurt am Main.

Als symbolischer Angriff auf den Staat, der nicht ohne Unterdrückung, Arbeitszwang und Ausgrenzung funktioniert, wurden die Scheiben der GdP eingeworfen.
Außerdem haben wir keinen Bock auf die ständigen Angriffe auf unseren Kampf für ein befreites Leben durch das Konstrukt Staat. Dies impliziert die Ausbeutung des Individuums als Produkt für den Arbeitsmarkt und die Auf- bzw. Abwertung des Menschen, durch seine Funktion für die Nation.

Wir solidarisieren uns mit den weltweiten sozialen Bewegungen.
Für eine revolutionäre Perspektive!
Autonome Glaser-Innung

Münster: Spontandemo für Carlo

munster

Am Mittwochabend (20.7.2011) demonstrierten spontan ca. 30 bis 40 Antifaschist_innen in Münster (Westf.) zum Gedenken an Carlo Giuliani. Anlass war der 10. Jahrestag der Ermordung von Carlo, der während der Anti-G8 Proteste im italienischen Genua durch die Bullen erschossen wurde. Die Demonstration zog geschlossen und lautstark mit Pyrotechnik (auf Böller wurde bewußt verzichtet) durch die Innenstadt. Unter anderem wurden Parolen wie: „Genua das war Mord – Widerstand an jedem Ort“, „No Justice, No Peace – fight the Police“ und ähnliches gerufen. Nebenbei wurden an Passant_innen Flyer verteilt, die Reaktionen darauf waren geteilt. Nachdem nach einer halben Stunde die ersten Bullenwannen auftauchten zerstreuten sich alle Aktrivist_innen. Keinen Moment zu früh, da die Bullen mit einem riesigen Aufgebot (20 Streifen und ein paar Wannen) die Innenstadt kontrollierten. Festnahmen sind uns nicht bekannt. (mehr…)

[Aachen] Demo für Carlo Giuliani

Am Freitag, den 22. Juli fand in Aachen eine Demonstration in Gedenken an Carlo Giuliani statt. Carlo wurde 2001 im Rahmen der Proteste gegen den G8-Gipfel in Genua von Carabinieri (paramilitärische Polizeitruppen) gezielt erschossen. Sein Tod wurde in den Polizeikasernen Genuas, dem Austragungsort des Gipfels, mit Sekt und dem Hitlergruß gefeiert.

Doch die Ermordung Carlos war lediglich „die Spitze des Eisberges“, wie es in einer Rede bei der Auftaktkundgebung am Theaterplatz hieß. (mehr…)

Konzepte offensiver Meinungsbildung

gefunden auf linksunten.indymedia.org:

„Während der Jahrestag der Ereignisse von Genua in Italien schon seit Wochen Gegenstand medialer Berichterstattung ist und sich breite Spektren aus der Linken dort mit dem Thema befassen, ist Carlo Giuliani erst seit der unangemeldeten Demo am 16. Juli hier wieder auf die Tagesordnung gekommen.

Anscheinend hat das bewusste Nichtanmelden der Demonstration in Kreuzberg also einen Erregungskorridor geöffnet, indem sowohl Linksradikale agieren als auch die Presse ein Echo gibt. (mehr…)

Saarbrücken: 10. Todestag von Carlo Giuliani

gefunden auf linksunten.indymedia.org:

„Polizeischikane und 13 Festnahmen bei spontanem Demonstrationszug durch die Innenstadt

Am Mittwoch Abend, den 20. Juli 2011, zog eine unangemeldete Demonstration durch die Saarbrücker Innenstadt. Anlass der Demonstrant_innen war der 10. Todestag des italienischen Aktivisten Carlo Giuliani. Dieser wurde während der schweren Auseinandersetzungen, rund um den G8 Gipfel 2001 in Genua von einem Carabinieri ermordet. (mehr…)

Bewegung ist ein kollektives Gedächtnis

10 Jahre G8-Gipfel in Genua, 10 Jahre staatlicher Mord an Carlo Giuliani
Genua bleibt unvergessen
Carlo vive! Die Revolte geht weiter!

Vor 10 Jahren, vom 19. bis zum 21. Juli 2001, gingen Hunderttausende Menschen in Genua gegen den G8-Weltwirtschaftsgipfel – das Treffen der Regierungschefs der reichsten und mächtigsten Staaten – auf die Straße. Am 20. Juli 2001 wurde unser Genosse Carlo Giuliani am Rande einer Demo Richtung G8-Tagungsort, die von heftigen Polizeiangriffen, aber auch von massenhafter militanter Gegenwehr begleitet war, von einem Wehrdienstleistenden der Carrabinieri-Militärpolizei aus einem Jeep heraus erschossen. 10 Jahre Massenprotest und Revolte gegen die G8 in Genua, 10 Jahre staatlicher Mord an Carlo – für uns ein Grund zur Rückschau, ein Grund zur Trauer, aber auch ein Grund zum Blick nach vorn im Zorn. (mehr…)

Bisschen Kiezrabatz

Es kommt selten vor, doch manchmal freue ich mich über meine eigenen Irrtümer. So lag ich mit meiner pessimistischen Einschätzung der „Carlo Giuliani-Gedenkdemo“ völlig falsch. Die Demonstration sollte am Samstag in Berlin-Kreuzberg bei Einbruch der Dunkelheit beginnen und ganz bewusst ohne Einwilligung der Polizei stattfinden. Eine sympathische Idee, aber ohne Aussicht auf Erfolg, dachte ich. In der Vergangenheit endete autonomer Verbalradikalismus mit einer Ladung Pfefferspray und anschließender Verbringung in die Gefangenensammelstelle der Polizei. Auch die Berliner Polizei nahm die Sache offenbar nicht allzu ernst und verkündete großmütig am Treffpunkt, dass sich jetzt bitte mal ein Anmelder vorstellen solle. Statt eines einzelnen Verantwortlichen tauchte plötzlich ein vermummter schwarzer Block auf. Als sich Einsatzkräfte der Polizei der unfriedlichen Menge näherten, um eine Begleitung der bewusst ohne Versammlungsanmeldung laufenden Personen zu gewährleisten, wurden sie massiv mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern attackiert, war später in der Pressemitteilung der Polizei zu lesen. Vermutlich von der eigenen Entschlossenheit überrascht, löste sich die Demonstration dann nach nur fünf Minuten etwas voreilig auf. Es folgten kleinere Scharmützel im Kiez. Neben dem Klassiker, den ordinären Kreuzberger Kleinpflastersteinen, wurden auch zwei Molotow-Cocktails in Richtung von Polizeitrupps geworfen. Das bisschen Kiezrabatz und die fünf Minuten unbeaufsichtigtes Demonstrieren verleiten nun einige Autonome zur wilden Selbstüberschätzung. Eine an der Demonstration beteiligte anonyme Gruppe zieht das völlig realitätsferne Fazit: „Wir haben der Staatsgewalt die unsere entgegenzusetzen.“ Auch zehn Jahre nach den Todesschüssen von Genua haben manche Bewegungslinke noch nicht verstanden, dass die frontale Konfrontation mit der Staatsgewalt ein hoffnungsloses Unterfangen ist und fatal endet, sobald man als Gegner ernstgenommen wird.

von Jesse-Björn Buckler, erschienen in Jungle World Nr. 29, 21. Juli 2011